Warum nehme ich am Mutmacherlauf teil?

 

Salopp formuliert, weil ich Schwein gehabt habe!

 

Ernsthaft formuliert, weil ich das große Glück erleben darf, wunderbare Menschen und Tiere zu kennen, und weil dieser Mutmacherlauf die natürliche Fortsetzung eines Weges ist, den ich seit ca. einem Jahr gemeinsam mit ihnen gehe.

 

Dazu ein paar Einzelheiten: In den Jahren 2010 und 2011 hatte ich schwere Zeiten zu überstehen. Das ist mir mehr oder weniger gut gelungen … „Weniger gut“ deshalb, weil ich mich in dieser Zeit häufig mit Süßigkeiten „getröstet“ habe. Trügerischer Trost, da er von diesen lästigen Kobolden begleitet wird (auch Kalorien genannt), die nachts die Kleidung enger nähen. Aber nicht nur die Hosen spannten, Radfahren wurde anstrengend, Schwimmen machte keinen Spaß mehr, an Laufen wagte ich nicht mal zu denken. Und dann kam im Februar 2012 der Tag, an dem ich die Treppe zu meiner Wohnung nur noch laut schnaufend erklimmen konnte und meine Waage nicht mehr allzu weit vom epochalen Wechsel ins Dreistellige entfernt war!

 

Ich war frustriert, todunglücklich und fest entschlossen, ab sofort anders zu leben: Zurück zu gesunder Ernährung, regelmäßiger Bewegung und anderen Trösterchen J! Aber das war verdammt schwer, ich habe geflucht, geheult, gehadert, Rückschläge eingefangen und diesen ewigen Schweinehund ständig aus der Wohnung geworfen …

 

Aber mit der Zeit ist es mir gelungen, mein Leben zu ändern, und nur deshalb gelungen, weil mich Freunde ermutigt haben, weil ich neue Mutmacher kennen lernte, weil ich Vorbilder hatte, die mich mit Rat und Tat unterstützten. An dieser Stelle ein riesengroßes, herzliches DANKESCHÖN an meine lieben, geduldigen Helfer, um mich herum und weit entfernt!

 

Heute, knapp ein Jahr später, wiege ich 20 kg weniger und habe meinen ersten 10 km Berglauf mit viel Schweiß und mindestens genauso viel Freude absolviert. Dieses Glücksgefühl, etwas geschafft zu haben, was vor ein paar Monaten noch absolut unmöglich erschien, ist nahezu unbeschreiblich. Und dieses Glücksgefühl möchte ich weiterhin erleben und mit anderen teilen. Ich möchte Menschen, die ihr Leben ändern wollen, aber noch zögern, oder die von ihrer Umwelt „das schaffst Du nicht“ zu hören bekommen, durch meine kleine Geschichte Mut machen und zeigen, dass wir unerreichbar erscheinende Ziele erreichen können, wir müssen uns nur auf den Weg machen!

 

Und ich wünsche mir, dass andere Menschen auch „Schwein haben“, durch Unterstützung, Liebe, Mutmachen, …… und wenn Sie, lieber Leser, mögen, tragen Sie mit einem kleinen oder großen Glückschweinchen in Form einer Spende für die Kinderkrebshilfe Rottal-Inn e.V. dazu bei.

 

Herzlichen Dank sagt Ihnen

Gabi Deuscher